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21

Saturday, July 24th 2010, 9:39pm

Jesus-Gebet praktisch

Von Bischof Theophan dem Klausner ist folgende sehr praktische Anleitung:

Quoted

Um sich mehr an das Gedächtnis an Gott zu gewöhnen, haben die eifrigen Christen eine besondere Methode, nämlich unaufhörlich ein kleine Gebet von zwei-drei Worten zu wiederholen. Meistens ist dies: "Herr, erbarme dich." - "Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, sei mir Sünder(in) gnädig." Wenn Sie das noch nicht gehört haben: hören Sie es nun. Und wenn Sie es noch nicht getan haben: So fangen Sie nun damit an!
Vielleicht sollten wir (ich!) weniger nachdenken und mehr beten?!

schönen Sonntag euch allen
Maria

Benedikt

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22

Friday, July 30th 2010, 5:54pm

Lieber Till,

mein Compi spinnt leider sehr herum und mein Sohn, der mir helfen könnte dieses Ding von innen her zu verstehen, der ist in Düsseldorf...

Nein, meine Bemerkung zielte nicht in erster Linie auf das 'Kirchlichkeit' des Gebetes. Die ist mir eigentlich immer vor Augen. Wir verwenden doch Worte, die wir nicht ge/erfunden haben und es war die Kirche, die sie uns gegeben hat; viele Mllionen vor uns haben sie ebenso wie ich (und du) gesprochen und in der Liturgie kommen sie im Kyrie eleison oder gospodi pomiluj immerzu wieder. Nein, wenn wir auch nur den Mund zum Gebet, auch zum höchst privaten, öffnen beten wir als Glied am Leib. Sonst könnten wir es nicht. Ich bin ja, wie du auch, Westler. Grossgeworden im Mitteleuropa und das nach der Aufklärung. Dieser individuelle oder auch individualistische Ansatz ist im 'Fleisch und Blut' gewachsen, sodass uns dieser 'Gemeinsamkeits'-Ansatz schwer fällt. Ich denke bei euch wird es im Grunde nicht anders sein, aber bei uns wird sehr oft das Wort zitiert: Wir werden nur gemeinsam, als Kirche, gerettet, alleine gehen wir nur zur Hölle.

Ich meinte die "individuellen Glaubensanstrengungen ". Und da im speziellen den Aspekt der 'Mühe'. Im Laufe der Jahre habe ich auch die Ausbildug zum Arzt für Hypnosetherapie durchlaufen und habe dabei Einblicke dahinein erhalten, was unsere Seele (gerne auch Psyche) so alles mit uns anstellen kann. Der Artikel über diesen witzigen Versuch unter der Starkstromhaube, den ich aus der Zeit reingestellt habe ist ja aussagekräftig genug, oder? Wenn einer nun ohne kundige Begleitung das Jesusgebet praktiziert (hier meine ich 'den Weg des Gebetes', nicht das Stossgebet) und dabei in die Fänge seiner eigenen Ängste und Erwartungen, seiner Fantasien, Gefühle und Wünsche gerät ist er ohne Hilfe verloren. Und das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Mein geistlicher Vater, Abt eines Klosters, spricht jeden an, der im Kloster mit einer Chotki ums Handgelenk (das sieht so toll fromm aus ;) ) auftaucht und er führt mit allen ein ernstes Gespräch. Und das aus seelsorgerlichen Gründen.

Ich glaube, im Westen ist das Interesse am Jesusgebet wesentlich stärker ausgeprägt als im Osten. In religiösen Buchläden in Russland (habe ich mir erzählen lassen) finden sich kaum Bücher darüber. Da sind die Themen eher: Wie führe ich eine christliche Ehe oder wie erziehe ich Kinder. Das westliche Interesse sagt etwas über den Zustand von Spiritualität in unserer Welt aus, oder?
Wenn jemand aus einer anderen Tradition etwas von uns lernen will, gerne, aber nicht auf eigene Faust durch das Lesen der Philokalie, der Wüstenväter oder das Jesusgebet ohne dass man einen geistlichen Vater/Mutter hat. Da ist mir auch der Rat der Jesuiten rätselhaft, aber das mag an deren 'Bekanntschaft' mit dem Zen liegen.

Ich hoffe, du bist nicht allzu enttäuscht und bist nicht ärgerlich.

Liebe Grüsse
Benedikt

23

Saturday, July 31st 2010, 11:13am

Mmh. Je mehr ich meine Augen offen halte bzgl. Literatur/Informationen zum Thema Jesusgebet, desto mehr drängt sich mir der Verdacht auf, ob nicht der Westen das Jesusgebet der östlichen Spiritualität für sich entdeckt und aufgenommen, aber es sich dann eben in der westlichen Spiritualität zu etwas Eigenem, Anderem entwickelt haben könnte. Ähnlich, wie man das im Zuge von kulturellem Austausch eben auch beobachten kann. Das ist jetzt natürlich nur eine Vermutung "ins Blaue" hinein, aber wenn ich z.B. von dir Benedikt lese, dass bei diesem Gebetsweg Ängste, Erwartungen usw. auftauchen, so muss ich sagen, dass mir diese Warnung noch nicht in der westlichen Ecke zu diesem Thema begegnet ist. Ich muss allerdings auch gleich hinzufügen, dass das auch einfach an mir und meiner Auswahl liegen kann! Ich hab mir jetzt mal "Zur Psychologie des hesychastischen Gebets" von Georg Wunderle aus dem Jahre 1949 (!) besorgt...wird ja auch auf der KOF-Seite empfohlen, mal sehen, was dies für neue Einblicke und Impulse bereit hält.
Lieber Benedikt, ich will nicht unverschämt sein, aber ich vermisse noch eine Antwort auf meine Frage bzgl. der Wahl eines Begleiters auf diesem bzw. für diesen Gebetsweg... 1. Wo und wie man diese findet: Du magst die Frage merkwürdig finden, aber es gibt dazu herzlich wenig Internetauftritte in Deutschland von orthodoxer Seite. Soll ich einfach mal bei irgendeinem orthodoxen Priester anfragen? Mir scheint, dass es ja wohl eben nicht beliebig ist, denn sonst wären die "1000" Angebote von katholischer Seite ja kein Problem.
2. Nehmen die überhaupt jemanden an, der nicht orthodox ist? Gut, zugegeben, diese Frage klärt sich spätestens bei Kontaktaufnahme dann von selbst...
Lieber Till, ich hab dich nicht vergessen! Sobald ich Ratzingers Einführung durch habe, melde ich mich bei dir!
So...und nun...allerseits ein schönes, sonniges Wochenende mit viel blauem Himmel!
"Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt !" :D

24

Saturday, July 31st 2010, 2:39pm

Hallo Benedikt und Stephanie,


"Ich hoffe, du bist nicht allzu enttäuscht und bist nicht ärgerlich."

mach Dir keine Sorgen :-)

Nun zum Jesus-Gebet... du redest von einem "Weg des Jesusgebets". Ich war mir dann nicht mehr ganz sicher was genau du meinst und hab endlich wikipedia konsultiert. Ich kann Deine Bedenken nun etwas verstehen...http://de.wikipedia.org/wiki/Jesusgebet...

Ich hatte eine Phase in der ich oft das Jesus-Gebet gesprochen habe. Über den Tag verteilt. Auf dem Weg in die Uni. In ein paar ruhigen Minuten während dem Arbeiten. Beim Spazierengehen.... Es war in einer Phase in der ich mir ständig den Kopf zerbrochen habe über Dogmatik. 'Und ich muß sagen, das Jesus-Gebet hat mir sehr geholfen, weil es meine Aufmerksamkeit immer wieder auf das bzw. den lenkte der im Mittelpunkt unseres Glaubens stehen sollte.

Meine Auffassung war, dass ich mir über die Rezitation des Namens Jesus ständig seine Gegenwart klar machte... Und ich merkte immer wieder, wie ich unvermittelt fröhlich und zufrieden und genügsam wurde, wenn ich dieses Gebet gesprochen habe. Ich wußte weder etwas von Gefahren, noch hatte ich Literatur über das Jesus-Gebet gelesen, noch hab ich irgendwelche Sitzpositionen oder Atemübungen praktiziert. Ich hab einfach Gebetet. Manchmal fing es dann auch von alleine an zu Beten...

Wenn ich den Beitrag bei wikipedia lese und das was Du Benedikt geschrieben hast, verstehe ich was für Gefahren gesehen werden, gerade, wenn man sich dann vielleicht zu sehr zwingt... Auch die Geschichte mit den Atemübungen sehe ich als schwierig an. Ich hab bestimmte Sitzpositionen oder auch eine bestimmte Atmung damals abgelehnt (Bevor ich mich der Kirche zugewendet hab, habe ich Kampfsport in meiner Freizeit betrieben - eine Art Kung-Fu -und da ich das mittler Weile vollkommen ablehne und auch die damit verbundene Meditations- und Atemübungen war ich skeptisch mein Gebet mit dem Atmen zu verbinden).

Vielleicht kann man auch mit seiner Atmung anbeten? Du hast recht mit dem was Du über die Psyche sagst und was bei Wikipedia steht... Es lauern aber überall Gefahren...So kann eine Woche im Schweigen,der Wunsch nach gewissen Gaben - wie zum Bsp. das Zungengebet - oder sogar ein falsches Beichten (Beichtskrupulismus) einen in große Schwierigkeiten führen...Auch beim lesen des alten Testamentes, kann man böse vom Weg abkommen und sich verheddern...

Wow, gerade kommt im Radio folgender Satz von Ignatius v. Loyola(dessen Gedenktag wir heute feiern) :" Durch Übertreibung versucht der Böse einen (auch) vom Weg Abzubringen" hier ist es bozogen auf "übertriebene Bußübungen" und "Beichtskrupulismus"

Deshalb ist natürlich die Geistliche Begleitung (eines guten Priesters) wichtig und der gegenseitige Austausch (so wie wir das gerade machen). Man muß erkennen was heilsam und was falsch ist für unsere Seele. Die rechte Herzenshaltung lernen. Ich schätze es sehr das in der Orthodoxie viel Wert gelegt wird auf geistliche Begleitung.


"Da ist mir auch der Rat der Jesuiten rätselhaft, aber das mag an deren 'Bekanntschaft' mit dem Zen liegen."

Da mag vielleicht ein Funke Wahrheit dran sein, aber trotzdem ists ein klitzekleines Bißchen unter die Gürtellinie.

Ganz lieber Gruß an alle,
Till

This post has been edited 1 times, last edit by "till" (Jul 31st 2010, 3:07pm)


25

Saturday, July 31st 2010, 7:21pm

Lieber Benedikt, ich will nicht unverschämt sein, aber ich vermisse noch eine Antwort auf meine Frage bzgl. der Wahl eines Begleiters auf diesem bzw. für diesen Gebetsweg... 1. Wo und wie man diese findet: Du magst die Frage merkwürdig finden, aber es gibt dazu herzlich wenig Internetauftritte in Deutschland von orthodoxer Seite. Soll ich einfach mal bei irgendeinem orthodoxen Priester anfragen? Mir scheint, dass es ja wohl eben nicht beliebig ist, denn sonst wären die "1000" Angebote von katholischer Seite ja kein Problem.
2. Nehmen die überhaupt jemanden an, der nicht orthodox ist? Gut, zugegeben, diese Frage klärt sich spätestens bei Kontaktaufnahme dann von selbst...

Ich bin zwar nicht Benedikt, aber da ich genau wie du in Deutschland lebe und er in Schweden will ich antworten:
1. Es gibt in Deutschland schon die Möglichkeit auch als nichtorthodoxe Person sich in der orthodoxen Kirche einen geistlichen Begleiter zu suchen. Da wärst du nicht die erste. Aus meinem Kenntnisstand kann ich dir folgende Empfehlungen aussprechen:

  1. Vater Basilius, der der Abt des Klosters "Skit des Heiligen Spyridon" in Geilnau an der Lahn ist und zu dem Menschen aus vielen Ländern kommen und sich Rat holen. Immer mehr Gläubige rechnen ihn schon zu den lebenden Altvätern; er stammt aus der Schweiz und spricht natürlich Deutsch.
  2. Igumen (Abt) Mitrophan Hauser;
    Er ist auch Deutscher und gehört zur russ. Kirche (Moskau) und steht der Gemeinde zu Hl. Elias in Stuttgart vor.
  3. Die Nonnen im Kloster Buchendorf/Bayern könnten auch Auskunft geben.

  1. Wer aber von katholischer Seite auf jedem Fall weiterhelfen kann sind die Mönche in Kloster Niederalteich, die ja zumindest in der byz. Abteilung das Jesusgebet bestimmt praktizieren.

2. Wer bescheiden und in Demut anklopft, wird nicht abgewiesen.

LG Songul

Benedikt

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26

Saturday, July 31st 2010, 11:11pm

Danke Songul,
das hilft mir denn ich lebe eben hier in Schweden.

Vater Basilius und Niederaltaich hätte ich auch genannt. Ich weiss ja nich wo du, Stephanie wohnst, aber mir fiele noch das Kloster des Hl Hijob in München ein. Dort gibt es auch deutsch sprechende Mönche und ich weiss, dass sie das Jesusgebet lehren. Allerdings ist das manchmal 'sehr'orthodox (Immerhin ist der Igumen (Abt) der Erzbischof der Auslandskirche in Mitteleuropa).

Stephanie, geistliche Mütter und Väter sind für Christen, aber es ist für andere als Orthodoxe manchmal irritierend wie wir dieses geistliche Vater/Muter - geistliches Kind Verhältnis leben (dazu gehört unbedingter! Gehorsam) und obendrein unterscheidet sich die katholische und die orthodoxe Denkweise so sehr, dass auch das Irritationen auslösen kann. Nicht dass es sooo unterschiedlich in der Dogmatik wäre aber wir sehen Erbsünde und Rechtfertigung, Sakramentsverständnis (im 'lebenden Sinne) oder auch Theosis in anderem Licht als der Westen (schrei bitte nicht schmerzverzerrt auf, Ralf :) ) es betont. Und das macht es nicht so leicht. Ich möchte dir keinesfalls abraten, eher ein wenig helfen unvoreingenommen und, wie Songul es schrieb, in Demut (nicht der Orthodoxie sondern dem Vater/Mutter gegenüber) anzufragen.

Noch eines, wenn Songul schreibt, Vater Basilius würde von manchen Christen als "Altvater" angesehen, dann bedeutet das soviel wie 'Starez'(hast du deinen Dostojewskij gelesen?), also erfahrener und von Gott bekräftigter geistlicher Führer.

Der Dreifaltige Gott segne dich auf deinem Weg
Benedikt

Benedikt

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27

Saturday, July 31st 2010, 11:34pm

Lieber Till,

wenn du mit dem Jesusgebet bewusst, spontan und mit Freude und nicht als Teil geistlicher Hochleistungsübungen umgehst, dann ist der Zweck meines Einwandes erfüllt. Mir ist eben wichtig, dass dieses Gebet nicht als Meditationsübung sondern als Gebet im Rahmen des gesamten christlichen Lebens getan wird.

Das mit den Jesuiten meinte ich überhaupt nicht fies oder untergürtellinig. Einige aus diesem Orden haben sich ja sehr mit Zen beschäftigt. Und ich auch. Und aus diesen Erfahrungen kenne ich die Anweisung "Die Affen im Bodibaum" zu ignorieren nur allzu gut. Beim Jesusgebet allerdings tauchen Gedanken an Sünden, eigene Unvollkommenheiten, die eigene Nichttigkeit, Anfechtungen und Verführungen usw "not-wendiger"-weise auf (bitte bedenke den Text!), und die gehören unter die Führung eines geistlichen Vaters und nicht ignoriert. Daher mein Kopfschütteln. Unsere Priester und Mönche verstehen sich primär als spirituelle Ärzte (nicht die Gesunden bedürfen des Arztes sondern die Kranken) und da ich auch einer (ein normaler Arzt) bin verstehe ich sehr gut, dass der Patient die Schmerzen und Symptome schildern muss, sonst tappe ich im Dunkeln. Ihn zu ermuntern, sie zu ignorieren führt für den Patienten in die Katastrophe.

Liebe Grüsse und einen gesegneten Sonntag wünscht euch
Benedikt

28

Sunday, August 8th 2010, 12:11pm

Dankeschön!

Ein ganz großes Dankeschön an euch, Songul und Benedikt!
Entschuldigt bitte, dass meine Reaktion so lange auf sich warten ließ, aber ich hatte Schweizer Besuch da (nicht zu vergessen, die Aufnahme zweier Pflegekatzen), der meine Aufmerksamkeit verlangte und da bleibt dann eben das Internet meistens aus.
Ich danke euch für eure Hilfe, die Namen sind schon notiert und somit weiß ich, wo ich anklopfen kann. Eine interessante und lehrreiche Begegnung wird es sicherlich werden... Schon allein deshalb, weil ich mich mit Demut (zumindest Menschen gegenüber) nicht leicht tue. Ich bin ein ausgesprochener Widerspruchsgeist. Und auch mein Glaubensweg ist bislang durchweg von Kampf (vielleicht besser: Ringen) gekennzeichnet. Vermutlich habe ich mich deshalb bei den Jesuiten immer recht zuhause gefühlt... Ich meine damit aber nicht, dass ich glaube die Dinge besser zu wissen. Ich bin nur sehr häufig ausgesprochen skeptisch. Zwar bin ich ein prinzipiell sehr offener und neugieriger Mensch, aber ich brauche immer plausible Begründungen oder Erklärungen. Meist brauche ich viel Zeit um mich Dingen die ich nicht verstehen kann anzunähern, durch vorsichtiges ausprobieren, zwischendurch auf-bzw. ablehnen, wieder annähern...naja, so in etwa. Tradition um der Tradtion willen ist nicht mein Ding, genausowenig Folgsamkeit ohne zu hinterfragen oder Hierarchien, die nicht auf plausible Hintergründe bzw. auf Wissen (oder Fertigkeiten) basieren. Gottes Tierreich ist eben groß ;-)) Bei aller Renitenz meinerseits bin ich (bislang) doch noch nie verstoßen oder fort gejagt worden, also denke ich, dass sich ein Weg zu-und miteinander finden lassen wird, auch wenn sicherlich das eine oder andere Stoßgebet (ob nun von meiner oder meines Gegenüber Seite) von Nöten sein wird. ;-))
"Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt !" :D

This post has been edited 1 times, last edit by "Stephanie Maria Alexandra" (Aug 8th 2010, 12:30pm)


29

Sunday, August 8th 2010, 12:29pm

Lieber Benedikt,

bzgl. der Jesuiten und dem Jesusgebet muss ich vielleicht zur Erklärung Folgendes anfügen: So wie ich das Jesusgebet kennenlernt habe, wurde "nur" mit der Anrufung Jesus Christus ohne weitere Zusätze (also kein Herr erbarme dich oder steh mir bei usw.) gebetet. Vielleicht lag es einfach daran. Von Sünden, den eigenen Verfehlungen usw. war da gar nicht die Rede und soweit ich das beurteilen kann, kamen diese Gedanken auch bei keinem der Teilnehmer auf. Das mag aber auch daran liegen, dass es sich um eine Einführung handelte und vielleicht diese Dinge nur dann angesprochen werden, wenn man sich wirklich fest auf eine solche Gebetsgruppe einlässt...vielleicht auch nicht. Ich frag da auf jeden Fall mal bei Gelegenheit nach, denn das beginnt mich doch immer mehr zu interessieren. Ich habe ja schon auf meine Vermutung hingewiesen, dass das Jesusgebet im Westen möglicher Weise eigene Wege gegangen ist. Mit den Gedanken, die man "ignorieren" soll, sind andere Gedanken gemeint: "Oh, ich muss noch xy anrufen", "Mist, es regnet. Habe ich zuhause meine Fenster geschlossen?", "Herr xy ist doch wirklich unverschämt, dass er heute zu mir xy gesagt hat" usw., usw. Wenn man eine halbe Stunde, bzw. 3x 1/2 Stunde in einem Raum sitzt und "nichts" tut (ich weiß, dass man kaum vom Nichtstun sprechen kann, wenn man des Herren Namen betet, aber ich hoffe, es wird klar, was ich ausdrücken will), ist die Gefahr eben groß, dass sich solches einschleicht. Wie gesagt, Reflexionen über die eigene Existenz kamen da nicht vor.

Und nu... noch einen schönen (bei uns verregneten) Sonntag!
"Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt !" :D

30

Sunday, August 8th 2010, 12:54pm

Ein ganz großes Dankeschön an euch, Songul und Benedikt!
Entschuldigt bitte, dass meine Reaktion so lange auf sich warten ließ, aber ich hatte Schweizer Besuch da (nicht zu vergessen, die Aufnahme zweier Pflegekatzen), der meine Aufmerksamkeit verlangte und da bleibt dann eben das Internet meistens aus.
Ich danke euch für eure Hilfe, die Namen sind schon notiert und somit weiß ich, wo ich anklopfen kann. Eine interessante und lehrreiche Begegnung wird es sicherlich werden... Schon allein deshalb, weil ich mich mit Demut (zumindest Menschen gegenüber) nicht leicht tue. Ich bin ein ausgesprochener Widerspruchsgeist. Und auch mein Glaubensweg ist bislang durchweg von Kampf (vielleicht besser: Ringen) gekennzeichnet. Vermutlich habe ich mich deshalb bei den Jesuiten immer recht zuhause gefühlt... Ich meine damit aber nicht, dass ich glaube die Dinge besser zu wissen. Ich bin nur sehr häufig ausgesprochen skeptisch. Zwar bin ich ein prinzipiell sehr offener und neugieriger Mensch, aber ich brauche immer plausible Begründungen oder Erklärungen. Meist brauche ich viel Zeit um mich Dingen die ich nicht verstehen kann anzunähern, durch vorsichtiges ausprobieren, zwischendurch auf-bzw. ablehnen, wieder annähern...naja, so in etwa. Tradition um der Tradtion willen ist nicht mein Ding, genausowenig Folgsamkeit ohne zu hinterfragen oder Hierarchien, die nicht auf plausible Hintergründe bzw. auf Wissen (oder Fertigkeiten) basieren. Gottes Tierreich ist eben groß ;-)) Bei aller Renitenz meinerseits bin ich (bislang) doch noch nie verstoßen oder fort gejagt worden, also denke ich, dass sich ein Weg zu-und miteinander finden lassen wird, auch wenn sicherlich das eine oder andere Stoßgebet (ob nun von meiner oder meines Gegenüber Seite) von Nöten sein wird. ;-))
liebe Stephanie,

erlaubst Du mir (uns) deinen Weg im Gebet zu begleiten?

Lg Maria (die sich in Teilen deiner Erzählung auch wiederfindet...)

31

Friday, August 13th 2010, 8:45am

Liebe Maria,

ich weiß gar nicht, was ich zu deiner Frage sagen soll...das ist doch ein Geschenk! Kann man jemanden um Erlaubnis fragen, ihm einen liebevollen Dienst zu erweisen? Noch viel schwieriger, kann ich meine "Erlaubnis" dazu geben?
Das hat so etwas Huldvolles...etwas flapsig formuliert: Ich, Kaiserin Stephanie von Gottesgnaden erlaube Dir für mich zu beten...
Ich war wirklich ganz berührt von deiner Frage und kann nur sagen: Danke, ja sehr gerne! Ich halte mich sicherlich nicht für den schlechtesten aller Erdenbürger, bin aber Realist genug zu erkennen, dass ich Fürsprache und Unterstützung wahrlich brauchen kann...
Und ganz nebenbei angemerkt: Es tut immer gut zu wissen, dass der Glaube und das religiöse Leben auch für andere nicht immer eine runde, klare, einfache Sache ist (gerade bei meinen gläubigen muslimischen Gesprächspartnern bin ich da immer sehr irritiert, gelegentlich auch neidisch, manchmal skeptisch). In meinem Fall heißt das jedenfalls ein beständiges sich Auseinandersetzen und immer wieder neu Anfangen (manchmal auch mit dem Gefühl nun wieder ganz von vorne beginnen zu müssen, wie Sisyphos, obwohl das natürlich eigentlich so nicht stimmt, man denke nur an das Senfkorn-Gleichnis) und gelegentlich auch ein Streiten und sich Verweigern.
Das "Jesus Christus, Herr erbarme dich" - Stoßgebet habe ich nun versucht in meinem Alltag in profanen Situationen einzubauen, z.B. in der Unibib während des Scannens, das war schon eine interessante Erfahrung. Bislang hat sich bei mir immer automatisch eine Trennung zwischen Alltag und Beten ergeben. Damit meine ich, dass ich zuhause mir meine Betzeiten natürlich nehme, aber wenn ich das Haus verlasse (und nicht in der Kirche bin), dann bin ich rein säkular unterwegs (ich weiß gerade wirklich nicht, wie ich das anders formulieren soll), soll heißen, dann bete ich nicht, denke auch nicht über Gott nach oder die Tagesschriftlesung sondern wurstel halt so vor mich hin. Aber eigentlich gibt es immer Situationen in denen man das Stoßgebet oder das Gegrüßet seist du Maria beten kann: im Zug, beim Bücher scannen, beim Warten auf Ämtern...vielleicht schaffe ich es ja auch beim nächsten Spaziergang. Jedenfalls wäre mir von alleine nie der Gedanke gekommen, was ich nun rückblickend eigentlich auch schon wieder merkwürdig finde. Andererseits ist es auch schön, dass es ständig Neues zu entdecken gibt...

(Wenn ich im Augenblick mit größerer Zeitverzögerung reagiere, liegt das daran, dass ich einfach derzeit viel zu tun habe, nicht daran, dass ich uninteressiert bin! Also einfach ein klein wenig Geduld haben, meine Reaktion kommt bestimmt ;) )
"Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt !" :D

32

Friday, August 13th 2010, 9:26pm

Liebe Kaiserin Stephanie

;)

Quoted

Danke, ja sehr gerne!
Dann bist Du also auf meiner "Liste"... und ich freue mich, wenn auch Du mal an mich denkst im Gebet.

Was Du beschreibst über "Beten in profanen Situationen" gefällt mir gut. Die "vertane" Zeit an der Supermarktkasse oder in anderen Wartesituationen können wir gut fürs Beten nutzen. Mit der Zeit wird Gott mehr und mehr in unserm Leben gegenwärtig. Nicht, dass Gott nicht immer schon in unserer Nähe wäre, aber wir nehmen es oft nicht wirklich wahr!

Mir hat auch mal gut gefallen, als eine Freundin erzählt hat, dass sie sich beim Kochen gern vorstellt, dass Jesus in ihre Töpfe guckt :D .

Ich selbst habe so Zeiten im Tag, wo ich bewusst an Gott denke (das wird mit der Zeit zur Gewohnheit) Beispielsweise, wenn ich mich ins Auto setze, vorm Losfahren das Kreuzzeichen zu machen. Oder im Lift zur Arbeit bete ich ein kurzes Gebet, in dem es heisst:

Quoted

Herr Jesus Christus, eingeborener Sohn Deines anfanglosen Vaters, Du hast gesagt: «Ohne mich könnt ihr nichts tun». Herr, mein Herr, was Du gesprochen , bewahre ich gläubig in meiner Seele und ich bete zu deiner Güte: Hilf mir Sünderin, diese Arbeit, die ich nun beginne, durch Dich zu vollbringen, im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.
Ich erfahre, dass ich anders aus dem Lift steige, als wenn ich nur in Eile noch meine Knöpfe am Kittel zumachte.

Ich denke, wir brauchen beides: Das Gebet, das uns tagsüber immer wieder an Gott anbindet... aber auch das Gebet im stillen Kämmerlein, wo wir uns für eine bestimmte Zeit bewusst für Gott öffnen.

Noch eine Frage:
Hast Du für Dich eine Erklärung, warum deine Einführung ins Jesusgebet das "erbarme dich" weggelassen hat?
Ist es für Dich als Katholikin schwierig, es so zu beten (mit erbarme dich) ? (Ich gestehe, dass ich es zu Anfang ziemlich schwierig fand, dass sich Orthodoxe so "selbst dauernd erniedrigen".

Liebe Grüsse
Maria

This post has been edited 1 times, last edit by "Mary" (Aug 14th 2010, 9:42am)


Benedikt

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33

Saturday, August 14th 2010, 12:00am

LIebe Kaiserin,

ich gestatte mir von hinten kräftig in Mary's Horn zu stossen. Da wir eine Gebetsgemenschaft haben bist du auch auf meiner 'Liste'.

Mit dem 'alltäglichen Gebet' ist das so eine Sache. Mir hat, ich glaube ich habe das schon mal geschrieben, sehr geholfen, dass mir ein frommer Mann ein Bild gegeben hat: Stell dir vor, der Himmel sei am Morgen durch ein Butterbrotpapier verhängt. Das Licht ist eher diffus, und dann hälst du dein Morgengebet: das macht ein Loch rein und da scheint das Licht Gottes durch, und jeder fromme Gedanke (die nur ganz kleine), jedes Gebet jede gute Tat, jedes Lächeln für ein Kind Gottes usw. macht ein weiteres kleines Loch. Mach das Butterbrotpapier des Tages zu einem Sieb. Am Mittag such dir ein Plätzchen in der Sonne und tanke auf um auch den Rest zu 'durchlöchern'. Und am Abend freue dich in der Abendsonne. Perforiere den Tag mit Gottes Gegenwart. Das Gebet als ein 'Perforationsgerät'. Mir hat das was gegeben. Viel Sonnentanken :)

In diesem Sinne: Mit meiner 'Gabel' will ich gerne zuhelfen.
Benedikt

34

Saturday, August 14th 2010, 7:51pm

gemeinsames Gebet

Liebe Maria, lieber Benedikt,

ich finde die Idee einer Gebetsgemeinschaft sehr sehr schön, obwohl ich gestehen muss, dass das etwas Neues für mich ist. Bislang hatte ich das Forum ja rein informativ genutzt. Selbstverständlich werde ich auch beide mit in mein Gebet einschließen und der Gedanke, dass wir an so unterschiedlichen Orten (vermutlich auch Zeiten) füreinander beten und in Verbindung stehen ist, nun...eben sehr schön und tröstlich. Ich weiß natürlich rein kognitiv, dass durch das (Stunden-)Gebet die Gläubigen immer miteinander verbunden sind, aber wenn ich ganz ganz ehrlich bin, bislang war das für mich sehr...abstrakt. Es hat schon eine ganz andere Qualität, wenn man weiß, dass jemand (den man auch noch kennt, wenn natürlich hier in eingeschränkter Nähe und Tiefe) für einen persönlich betet. Ich freue mich!

Liebe Maria,
ich habe gestern mit meiner geistlichen Begleitung über das Jesusgebet gesprochen und bei meinem derzeitiger Wissensstand lässt sich nur sagen, dass das Jesusgebet wohl tatsächlich nicht unbedingt auf die orthodoxe Tradition zurückgreift (also letztlich natürlich sehr wohl, aber unmittelbar eben nicht), sondern auf ein Konzept des Jesuiten Franz Jalic, hierzu erlaube ich mir Wikipedia kurz zu zitieren: "Moderne Lehrer des Jesusgebetes wie Jalics, Jungclaussen oder Maschwitz raten vom oben beschriebenen Zählen ab. Franz Jalics empfiehlt einen sanften und sehr soliden Weg. Zuerst führt er zur Wahrnehmung der Natur, um die Aufmerksamkeit auf das Göttliche zu erwecken. Anschließend führt er in die Wahrnehmung des Atems und der Hände, um das Jesusgebet körperlich zu unterstützen. Als Gebetswort dient ihm der Name "Jesus Christus", wobei "Jesus" mit dem Ausatmen und "Christus" mit dem Einatmen verbunden wird! Im deutschen Sprachraum fand das Jesusgebet in jüngster Zeit vor allem durch die Publikationen und Exerzitienkurse des Jesuiten Franz Jalics und des Benediktiners Emmanuel Jungclaussen bei den Gläubigen Anklang. Beide verfassten Standardwerke zum Jesusgebet."
Und ein weiteres Zitat hierzu von der Jesuitenhomepage: "Das Jesusgebet ist eine jahrhunderte lang praktizierte frühchristliche Weise des Betens, die heute wieder neu entdeckt wird. Die Spur in dieses einfache Gebet ist die Wahrnehmung. Wir werden dieser Spur folgen, um achtsam zu werden für das, was um uns herum und in uns geschieht. Bilder, Vorstellungen und Gedanken werden immer mehr losgelassen, um zu einem liebenden Dasein in der Gegenwart Gottes zu kommen. Der Name Jesus Christus – und in ihm seine Person, er selbst – sind uns Halt und Ausrichtung auf diesem Weg. Die Teilnahme an allen 5 Abenden, die Bereitschaft , sich auf die Übungen und den Erfahrungsaustausch in der Gruppe einzulassen sowie sich täglich eine halbe Stunde Zeit für das Gebet zu Hause zu nehmen, bilden den verbindlichen Rahmen. Eine Sehnsucht nach innerer Gottverbundenheit und eine normale psychische Belastbarkeit sind dabei wichtig."
Ich glaube, hier klingt schon an, dass die Akzente irgendwie ein wenig anders gesetzt sind. Es wird jedenfalls nur mit dem Namen gebetet, ohne weiteren Zusatz. (Warum das so ist, kann ich dir jetzt allerdings auch nicht sagen)
Meine geistl. Begleitung meinte, dass es nicht so sei, dass es sich beim orthodoxen und dem, na sagen wir westlichen Weg um zwei vollkommen verschiedene Dinge handelt, die Herangehensweise ist wohl anders. Und er meinte auch, dass natürlich im Laufe der Zeit, durch die Schulung der Aufmerksamkeit einem viele Dinge auffallen, die sonst gerne untergehen: Bilder, Verletzungen, Verhalten aus der Vergangenheit (natürlich auch der Gegenwart) usw. Vielleicht werden diese Einführungen erst mal als ein Angebot gesehen, um dem westlichen Christen "neue" Gebetsformen nahezubringen und es wird davon ausgegangen, das derjenige, der dann auch wirklich dabei bleibt und sich einlässt, dann auch von selbst den Weg ins Gespräch und zur Begleitung findet - es ist jedenfalls nicht von vornherein im Paket enthalten, wenn ich das jetzt mal so formulieren darf. Vielleicht ist das aber auch eher ein Problem, dass jetzt nicht primär mit der Konfession und theologischem Verständnis zu tun hat, sondern mit der sozio-kulturellen Situation unserer West-Gesellschaft...so im Sinne...erst mal nix aufzwingen, nicht zu nahe und verbindlich werden, sondern vorsichtig schnuppern lassen (etwas überspitzt formuliert) um die Leute nicht gleich wieder zu verschrecken. Ehrlich gesagt vermute ich genau dies. Ich wohne in einer katholischen Kleinstadt und wenn ich mir gerade so vor Augen führe, was ich hier so aus dem kirchlichen Alltag an Anektdoten erfahren habe, also wie mit den Angeboten und Bemühungen von kirchlicher Seite umgegangen wird, bzw. wie darauf reagiert wird, da kann ich mir Vorsicht und Zurückhaltung als Motiv durchaus gut vorstellen.

Lieber Benedikt,
das Bild mit dem Butterbrotpapier ist klasse, ich hab mich aber zugegebener Weise erst mal weggeschmissen vor lachen :thumbsup: Aber es ist ganz ohne Frage sehr ... na eben bildlich, sehr anschaulich und verständlich und über die "Gabel", na das habe ich ja schon oben erwähnt...danke!
Inzwischen scheint übrigens auch bei uns die Sonne und der Boden bekommt Gelegenheit wieder etwas durchzutrocknen...

Einen wunderschönen Abend unter durchlöchertem Butterbrotpapier-Himmel :D
"Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt !" :D

35

Saturday, August 21st 2010, 11:28pm

Meine Freundin, die Nonne

Bei diesem schon etwas älteren Artikel aus der ZEIT handelt es sich um folgendes Thema: "Als Kinder waren Ilka und Charlotte unzertrennlich, dann trennten sich ihre Wege. Die eine wurde Journalistin, die andere orthodoxe Ordensschwester. Nach 20 Jahren sahen sie sich wieder".

Der Artikel (leider zu lang um ihn hier reinzustellen) ist unter folgendem Link zu finden: http://www.zeit.de/2008/15/Nonne-15

Inzwischen ist, soweit ich weiß, wohl auch ein Buch mit eben selbigen Titel erschienen.
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Benedikt

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36

Saturday, August 21st 2010, 11:55pm

Stephanie,

diesen Artikel habe ich damals auch gelesen und ich fand ihn sehr liebevoll und ehrlich gemacht. Das Buch kenne ich nicht, aber ich finde es so toll wie diese beide Frauen 'ihr jeweiliges' leben. Und sich respektieren können. (Ob Männer das auch gekonnt hätten :huh: )

Liebe Grüsse
Benedikt

Na, es war ein bisschen karriereorientiert, aber die Journalistin war auch Deutsche.

This post has been edited 1 times, last edit by "Benedikt" (Aug 22nd 2010, 12:59am)


37

Sunday, August 22nd 2010, 10:24am

Guten Morgen Benedikt,

ja, ich habe diesen Artikel auch als sehr ehrlich empfunden. Es wurde nicht verunglimpft, aber eben auch nicht beschönt. Und gerade dieser Ehrlichkeit wegen, finde ich ihn auch lesenswert - diese Ehrlichkeit bemerkt man, wie ich finde, nämlich gerade an dieser merkwürdigen Fokussierung auf die Karriere und die "verpassten Selbstentfaltungsmöglichkeiten". Deshalb bin ich auch der Meinung, dass es ja gerade ihre Position ist, die uns viel, sehr viel über uns hier im Westen verrät. Und es fällt ja schon auf, dass in ihren Fragen Gott(essehnsucht) herzlich wenig auftaucht. Was ja eigentlich schon merkwürdig ist.
Sie beschäftigt nur die Lebensform ihrer Freundin als solche und da dann noch nicht mal die naheliegenderen Fragen nach dem Verzicht auf Partnerschaft und Familie.

Lieben Gruß aus Bamberg!
"Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt !" :D

This post has been edited 1 times, last edit by "Stephanie Maria Alexandra" (Aug 22nd 2010, 11:06am)


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